Mittwoch, 14.11.2007, 00.00 Uhr, Saal

Leben und Schreiben. Tagebücher 1963-1973

Ein Abend mit Martin Walser

Der zweite Band von Martin Walsers Tagebüchern beginnt mit dem Jahr 1963. Er berichtet darin von den Frankfurter Auschwitz-Prozessen, von seinen Reisen, von Geldsorgen, Kritikern und dem »Ansturm von Plänen«. Die Texte sind persönliche Dokumente, zeugen vom »ungeschützten Schreiben« im Gegensatz zum Schreiben von Romanen. Die Tagebücher sind Selbstzeugnis und Selbstdialog, sie stehen ganz und gar außerhalb eines zielgerichteten Schreibens. Martin Walser liest Passagen daraus vor und spricht mit Jörg Magenau, Walser-Biograph und Kurator der großen Walser-Ausstellung im Literaturhaus 2005, über seine Lebensdokumente und über »das Erfrischende der Gesellschaft in meinem Inneren«.