Dienstag, 26.6.2001, 20.00 Uhr, Foyer

Lyrik-Nacht I

Mit Maria Laina, Christoforos Liontakis, Anthi Maroniti und Stratis Paschalis

An diesem Abend stellen vier griechische Dichter ihre Werke vor. Maria Lainas Dichtung rückt Zurückgezogenheit aus. Ohne jeden Anflug von Sentimentalität, eher mit präziser Strenge, schildert sie in kargen, akribisch gefügten Versen ihren Alltag. Christoforos Liontakis setzt in den Mittelpunkt seiner Gedichte Alltagsbegegnungen der Großstadt Athen. Anthi Maroniti erweckte mit ihren jüngst veröffentlichten Gedichtsammlungen sofort Aufmerksamkeit. In einer minimalistischen Sprache schafft sie Bilder in denen Gefühle der Entbehrung und des Verlustes eine Rolle spielen. In Stratis Paschalis‘ Werk ist der poetische Einfluß der französischen Dichtung sichtbar. Alle vier Dichter gehören zur dritten Nachkriegsgeneration, die sich auf der Suche nach einer Erneuerung der dichterischen Form befindet. Im Klima der ideologischen Auflösung greifen diese Dichter auf ihre eigenen Erfahrung zurück und entwickeln ihre eigene poetische Sprache. Im Anschluß an die Lesung gibt es griechische Gitarrenmusik von Giorgos Lambrinakos und ein Glas Wein.

Einführung und Moderation: Dadi Sideri-Speck und Marie-Elisabeth Mitsou
Die deutschen Texte liest: Jost G. Blum

Eine Veranstaltung der Reihe Griechischer Literatursommer