Mittwoch, 23.4.2008, 20.00 Uhr, Saal

Die Nacht, das Glück, der Tod

Das Bündnis von Tod & Humor bei Robert Gernhardt, vorgestellt von Thomas Steinfeld (SZ)

»Denkt euch, ich habe den Tod gesehn,/es ging ihm gar nicht gut./Seine Hände wirkten so seltsam bleich,/so gar nicht wie Fleisch und Blut.«


Robert Gernhardt hat den Tod gesehen, hat ihn deutlich angeschaut, ein Begleiter seines Lebens und Werks in den letzten Jahren. In seinen Gedichten beerbt er die ganze abendländische Tradition der Kunst, um die Nacht und den Abgrund des Todes als auch das auratische Strahlen letzter Tage zu beschwören – ohne dabei sein humoristisches Instrumentarium aus der Hand zu geben. Im Gegenteil:
Humor ist eine Form der Klugheit, die den Trotz und das Trotzdem zusammen zu bringen weiß.
Thomas Steinfeld, Literaturchef der Süddeutschen Zeitung und langjähriger Kenner des Gernhardtschen Werkes, geht diesem besonderen Bündnis nach. Stefan Hunstein vom Bayerischen Staatsschauspiel liest ausgewählte Texte.

Lesung: Wolfgang Hinze (Münchner Kammerspiele)

Begleitprogramm zur Ausstellung Robert Gernhardt