Sonntag, 10.5.1998, 00.00 Uhr, Bibliothek

Die Formulierung eines dichterischen Anfangs: Max Frisch, Tagebuch 1946-49

Seminar

In mehrfacher Hinsicht ist das 1950 erschienene Tagebuch bedeutsam: Reiseberichte aus München, Berlin und Warschau und Reflexionen über den Umsturz in Prag 1946 weisen auf den politisch interessierten Zeitgenossen hin. Erinnerungen an Bertolt Brecht stehen in engem Zusammenhang mit dem frühen dramatischen Werk. Literarische Skizzen zu den späteren Werken charakterisieren das Tagebuch auch als dichterische Werkstatt. Einblicke in die Arbeitsweise, das Bekenntnis zur intellektuellen Existenz und Betrachtungen über seine Identität geben Aufschluß über die Persönlichkeit von Max Frisch, der sich nur selten private Aussagen gestattete.

Leitung: Stefan Winter

Begleitprogramm zur Ausstellung Max Frisch