Donnerstag, 23.9.2010, 20.00 Uhr, Saal

Sax

Lesung mit Adolf Muschg

Drei junge Rechtsanwälte ziehen als »Trockenwohner« in die Dachwohnung eines Hauses im schweizerischen Münsterburg ein, in der so mancher Wiedergänger sein Unwesen zu treiben scheint. Darunter der Freiherr von Sax, dessen tödliche Schädelwunde bis heute an der erhaltenen Mumie zu besichtigen ist. Eine Mitgift des Herrn von Sax spukt durch die Köpfe der Figuren und durch alle Kapitel des neuen, großen Romans des Schweizer Dichters Adolf Muschg gleichermaßen: die berühmteste Minnehandschrift des Mittelalters, die von Sax einst als Kriegsbeute mitgehen ließ.

Moderation: Dieter Hess (Bayerischer Rundfunk)

»Adolf Muschgs Roman »Sax« ist ein Abgesang auf die Moderne und seinerseits ein postmodernes Gespenstermärchen. (…) Adolf Muschgs Roman bietet derweil von allem etwas: ein wenig Grimmelshausen, etwas 'Faust', einiges von Gottfried Keller, Spukgeschichten, Science-Fiction, politische Belehrung und Selbstparodie.« (Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung, 28. August 2010)