Mittwoch, 13.10.2010, 20.00 Uhr, Saal

Der Untergang der islamischen Welt. Eine Prognose

Ein Abend mit Hamed Abdel-Samad, Lamya Kaddor, Ulrich Kienzle und Abdul-Ahmad Rashid

Hamed Abdel-Samad, geboren 1972 bei Kairo, arbeitete für die UNESCO, am Lehrstuhl für Islamwissenschaft der Universität Erfurt und am Institut für Jüdische Geschichte und Kultur der Universität München. Er ist Mitglied der Deutschen Islam Konferenz und zählt zu den profiliertesten islamischen Intellektuellen im deutschsprachigen Raum. Seine Autobiographie »Mein Abschied vom Himmel« sorgte bereits 2009 für großes Aufsehen.
In seinem neuen Buch wagt er nun eine scharfe, zwingende Prognose für die Zukunft der Kultur, der er selbst entstammt: Die islamischen Staaten werden zerfallen, der Islam wird als politische und gesellschaftliche Idee, er wird als Kultur untergehen. Hamed Abdel-Samad stellt sein hochaktuelles Buch in einer Podiumsdiskussion vor.

Das Gespräch mit Hamed Abdel-Samed führen die Islamwissenschaftlerin und Religionspädagogin Lamya Kaddor, der Journalist und Nahostexperte Ulrich Kienzle und Abdul-Ahmad Rashid, Journalist, Islamwissenschaftler und Muslim.


»Hamed Abdel-Samad ist nicht der erste Moslem der sich mit dem Islam auseinandersetzt. Vor ihm haben es schon u.a. Salman Rushdie und Ibn Waraq, Necla Kelek und Seyran Ates getan, nur um die bekanntesten Namen zu nennen. Aber so gründlich, so radikal, so konsequent wie er hat es in den letzten Jahren keiner gemacht. Der "postkoranische Diskurs", den er wagt, geht weiter als Islamkritik.« (Deutschlandradio Kultur »Lesart«, 1.8.2010)