Donnerstag, 3.2.2011, 20.00 Uhr, Saal

September. Fata Morgana

Ein Abend mit Thomas Lehr

Zwei Väter und zwei Töchter, zwei parallele Lebensgeschichten in den USA und im Irak. Ihre Schauplätze sind weit entfernt, und doch verbinden sie zwei politische Ereignisse: Sabrina stirbt am 11. September 2001 im New Yorker World Trade Center, während Muna 2004 in Bagdad bei einem Bombenattentat ums Leben kommt. Thomas Lehr begibt sich in seinem grandiosen, vielschichtigen Werk auf eine literarische Grenzwanderung zwischen zwei Kulturen. In einer verdichteten, lyrischen Sprache erzählt »September« vom Islam, von Öl, Terror und Krieg und von zwei Frauen, die stellvertretend für die Opfer dieses Konflikts stehen.
Thomas Lehr, 1957 in Speyer geboren, lebt in Berlin. Er wurde für sein Werk mehrfach ausgezeichnet. Zuletzt erschienen »Nabokovs Katze« (Roman, 1999), »Frühling« (Novelle, 2001) und der Roman »42«, der 2005 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand. 
Thomas Lehr auf zehnseiten.de


»Ein großartiger Roman über den 11. September 2001 und die Jahre danach. Sprachlich und gedanklich ist "September" eine kunstvolle und grundsätzliche Gegenwehr gegen das Leichtgängige, gefährlich Banale in Form und Inhalt.« (Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau, 16.9.10)

»Eine vierstimmige rhapsodische Ballade über den elften September und die Folgen. Ein sprachliches Kunstwerk allerersten Ranges. ... Nichts Geringeres als ein "West-östlicher Diwan" für unsere Zeit.« (Tilman Krause, Die Welt, 18.9.10)

»Thomas Lehr betätigt sich als Brückenbauer zwischen Orient und Okzident. ... Ein erschütternder Roman zum Thema Krieg. Ein großes Risiko ist Thomas Lehr eingegangen. Ein Meisterwerk hat er geschrieben.« (Die Welt, 2.10.10)


Begleitprogramm zur Ausstellung Kunduz, 4. September 2009