Montag, 31.3.2014, 20.00 Uhr, Saal

Die Bilder sind unter uns. Das Geschäft mit der NS-Raubkunst und der Fall Gurlitt

Ein Abend mit Stefan Koldehoff

Der Umgang mit Nazi-Raubkunst ist bis heute eine Skandal. Eine Allianz aus unzureichenden Gesetzen, Raubgutbesitzern, Händlern, Museen, Auktionshäusern und Galeristen sorgt bis auf den heutigen Tag dafür, dass immer noch mit Bildern aus NS-Raubgut gehandelt wird. Stefan Koldehoff hat 2009 ein ausgezeichnet recherchiertes Standardwerk über die NS-Raubkunst geschrieben. Jetzt liegt es, um ein ausführliches Kapitel zum Fall Gurlitt erweitert, wieder vor (Galiani Berlin) – sein Thema hat an Dringlichkeit noch zugenommen.

Stefan Koldehoff, geboren 1967, ist Kulturredakteur beim Deutschlandfunk in Köln und schreibt unter anderem für Die Zeit und die FAZ. 2008 wurde er für seine investigativen Recherchen mit dem puk-Journalistenpreis ausgezeichnet. 2012 veröffentlichte er gemeinsam mit Tobias Timm Falsche Bilder, echtes Geld zum Fall Beltracchi. Das Buch wurde mit dem Prix Annette Giacometti und dem Otto-Brenner-Preis ausgezeichnet.

Moderation: Rachel Salamander (Literaturhandlung)

Veranstalter: Literaturhandlung, Stiftung Literaturhaus
Eintritt: Euro 9.- / 7.-