Dienstag, 12.4.2016, 19.30 Uhr, Saal

Schwarze Seelen

Gespräch & Filmabend mit Gioacchino Criaco

»In Africo legen sie Blumenkränze auf das Grab derer, die sie zuvor getötet haben«

Filmstill aus »Anime nere« von Francesco Munzi (Prokino Filmverleih GmbH)Armut, archaische Riten, organisiertes Verbrechen – eine Geschichte aus dem gottverlassenen Süden Italiens: Drei Freunde aus dem Bergdorf Africo in Kalabrien wollen sich weder dem Schicksal noch den lokalen Paten ergeben. Die Söhne armer Ziegenhirten, die bereits als Kinder reiche entführte Industrielle aus dem Norden in den dichten Wäldern des Aspromonte-Gebirges bewachten, wollen dem Kreislauf von Tradition und Not entkommen. Beginnend mit kleinen Diebstählen steigen sie in das internationale Drogengeschäft Mailands ein – und werden zum Spielball undurchdringlicher Mächte.

Gioacchino Criacos beklemmender und fesselnder Mafia-Roman wurde vom italienischen Regisseur Francesco Munzi brillant verfilmt (»Anime nere«, Prokino Filmverleih GmbH). Wir zeigen den Film (im italienischen Original mit deutschen Untertiteln) nach einem etwa 45minütigen Gespräch zwischen Gioacchino Criaco und der Journalistin Christine Hamel und einer kurzen Pause (Beginn des Filmes gegen 20.30 Uhr).

Moderation: Christine Hamel (Bayerischer Rundfunk)

Beginn des Filmes »Anime nere« etwa um 20.30 Uhr.
Büchertisch: Itallibri
Veranstalter: Folio Verlag, Stiftung Literaturhaus. Mit Unterstützung durch das Istituto Italiano di Cultura und durch das Generalkonsulat der Republik Italien in München. In Kooperation mit dem Filmfest München.
Eintritt: Euro 10.- / 7.-

»Schwarze Seelen erzählt ein finsteres Italien.« (Roberto Saviano)

Eine Veranstaltung der Reihe Literatur & Film