Donnerstag, 8.7.2004, 00.00 Uhr, Saal

Gottesdiener

Lesung mit Petra Morsbach und Andreas Lechner

Ein Leben zwischen Anspruch und Wirklichkeit – fast zerbricht der Protagonist in Petra Morsbachs neuem Roman am Zwiespalt zwischen den Anforderungen seines Amtes als Priester und den eigenen Bedürfnissen. Er ist die respektierte moralische Instanz seines Dorfes, in dem mit Inbrunst gelebt und gestorben wird.
Aber auch in dieser Gemeinde bricht das 21. Jahrhundert an, und nicht nur fromme oder eigenwillige Kirchgänger sind seine Klientel, sondern auch hybride Unternehmer, sächsische Lehrlinge, missionarische Atheisten und komplizierte Mitbrüder.
»Mit seinem aus Zweifel und Verzweiflung, Scham und Schuld genährtem credo quia absurdum« ist Morsbachs Priester ein Held, »wie ihn Böll nicht besser hätte erfinden können.« (FAZ)

Moderation: Pater Georg Maria Roers SJ (Künstlerseelsorge im Asamhaus)